{HerzNah} Resi & Hedda ― Baby- und Familienfotografie in Jena, Apolda, Weimar, Naumburg und Gera

 

Immer noch sehr bewegt und betroffen vom Film ELTERNSCHULE und all dem Wirbel drum herum, denke ich gerade sehr viel darüber nach, welches Bild ich von Kindern, von meinem eigenen Kind habe? Wie ich Kinder wahrnehme, sehe? — Vor einigen Jahren hatte ich eine ähnliche Meinung, wie sie auch im Film vertreten wird: Ich sah Kinder als kleine „Egoisten“, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren. Ich dachte oft, Kinder tun Dinge „absichtlich“, um ihren Willen durchzusetzen, zu ärgern und zu stören. Deshalb bräuchten sie auch Erwachsene, die sie „in die Spur bringen“ und ihnen zeigen, wie der Hase läuft, damit sie „lieb“ sind und „funktionieren“. Und ich fand, dass viele Eltern viel zu lasch mit ihren Kindern umgingen. Kein Wunder, dass die ihnen dann auf der Nase rum tanzten. Ich gab Kindern Auszeiten und brachte Vorschulkinder in die Babygruppe, wenn sie sich beim Essen nicht benehmen konnten. Wer isst wie ein Baby, der gehört schließlich auch in die Babygruppe.

Schon lange vor der Geburt meines Räubers änderte sich mein Blick. Erstmal in der Theorie. Als ich dann meinen Babysohn tagtäglich hautnah erlebte, verstand ich um so besser. — Ich war begeistert davon, wie klar er von Anfang an kommunizierte, wie genau er wusste, was er brauchte, was ihm gut tat. Und auch wenn manche Tage sehr anstrengend waren, war es eigentlich so leicht mit ihm zu leben, ihm zu vertrauen.

Mit all diesen Erfahrungen betrachte ich Kinder als gleichwürdige, kleine Menschen, die Bedürfnisse und Rechte haben, genauso wie ich auch. Als kleine Menschen, die nicht erst durch mich zu "etwas" werden, sondern die bereits JEMAND sind. Die keine Erziehung (im Sinne von Formung) brauchen, sondern einfach Raum, um zu sein, um sich zu entfalten, um zu werden, wer sie sind. Aber vielleicht ist die Frage, wie ich Kinder sehe, gar nicht so wichtig. Vielleicht es vielmehr von Bedeutung, wie Kinder mich sehen, wie mein Sohn mich in Erinnerung behält, wer ich für ihn bin?

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LIEBE RESI, WER WARST DU, KURZ BEVOR DU ZUM ERSTEN MAL MAMA WURDEST? UND WIE HAST DU DICH, WIE HAT SICH DEIN LEBEN VERÄNDERT, SEIT DU MUTTER BIST?

Seit ich Mutter bin, ich mein Herz weiter und reicher, mein Bauch und Po weicher, meine Brüste nicht mehr so voll, dafür milchtropfend. Meine Gedanken sind beweglicher, mein Horizont weiter und meine Meinung gefestigter. Ich war mir, bevor ich selbst Kinder bekam, nie bewusst, wie tief verwurzelt, bedingungslos und einnehmend die Liebe zu ihnen sein kann. Ich wollte schon lange vor meiner ersten Schwangerschaft Mutter werden und sein. Ich wollte Geborgenheit schenken und Liebe geben.

Ich bin im Umgang mit meinen Kinder im Alltag sehr achtsam, behutsam und versuche, mich in sie hinein zu versetzen. Ich nehme sie an, wie sie sind. Ich denke gut und positiv über sie. Aber natürlich meckere ich auch und schimpfe mal. Doch durch die Mutterschaft habe ich gelernt, mich und meinen Umgang mehr zu reflektieren, auf meine Sprache anderen Menschen gegenüber und besonders Kindern gegenüber zu achten.

Bevor ich Mutter wurde, war ich eine junge, total idealistische Hebamme. Ich habe mich bis aufs Blut mit Ärzten auseinander gesetzt und diskutiert. Seit ich Mutter bin, haben sich meine Vorstellungen nicht grundsätzlich verändert. Aber sie sind bedingungsloser geworden. Ein Grund, warum ich der Klinik und meiner Arbeit im Kreißsaal den Rücken kehre. Weil ich jeder Frau, jedem Kind, jeder Familie einen geborgenen, fürsorglichen, selbstbestimmten und achtsamen Start ins Leben wünsche. Ich kann für mich diesen Weg nicht mehr in der Klinik gehen. Durch meine eigenen Geburten habe ich emotional so viel dazu gelernt, dass ich dieses Wissen auch in meiner Rolle als Hebamme einsetzen möchte.

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KINDER GEBEN UNS JEDEN TAG UNHEIMLICH WERTVOLLE BOTSCHAFTEN MIT: FÜR WELCHE ERKENNTNIS BIST DU DEINEN KINDERN BESONDERS DANKBAR?

Ich bin so dankbar, dass diese Liebe zu meinen Kindern und ihre Liebe zu mir bedingungslos ist. — Sie nehmen mich als Mutter so an, wie ich bin. Mit allen Fehlern, die ich mache. Sie gehen die Wege mit mir, die auch ich zum ersten Mal beschreite. Sie lehrten mich, mich offen und ehrlichen Herzens zu entschuldigen, wenn ich in einer Situation nicht gut reagiert habe. Genauso nehme ich sie an.

Durch beide Kinder habe ich gelernt, dass es okay ist, eine Meinung zu ändern, nachdem ich nochmal darüber nachgedacht habe und dies hinterfragt habe. Dass ich aus alten Mustern ausbrechen kann (und darf). — Dass ich, auch wenn ich nicht frisch geduscht bin und die Wohnung im Chaos versinkt, eine Mutter bin, die ihr Bestes gibt und das genau richtig so ist. Weil beide Kinder trotzdem lachen, strahlen und glücklich sind.

Ich habe gelernt meinen Blick zu verändern. Ruhiger zu werden, nachhaltiger zu denken und zu handeln, die kleinen Besonderheiten wahrzunehmen. — Und besonders in letzter Zeit fällt mir durch den unstillbaren Fragendrang meines Sohnes auf, dass ich meinen Horizont erweitere und mich über Themen informiere, von denen ich zuvor keine Ahnung hatte, wie z.B. Dinosaurier.

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WAS DENKST DU, WELCHE EIGENSCHAFTEN DEINE KINDER AN DIR AM MEISTEN LIEBEN? WIE SOLLEN DEINE KINDER DICH ALS MAMA IN ERINNERUNG BEHALTEN?

Ich möchte als eine Mama in Erinnerung bleiben, der es nie zuviel war, noch ein Buch vorzulesen, die immer ein Lied summte und die gut duftete. Nach warmen Apfelmus oder Erdbeermilch mit Sahne, wie mein Sohn immer sagt. Ich wünsche mir, dass sie mich lachend in Erinnerung behalten mit einem ehrlichen, glücklichen und stolzen Blick auf sie.

Ich hoffe, sie wissen zu schätzen, dass ich immer versuche mich in sie hinein zu versetzen, dass ich mich entschuldigen kann, wenn ich einen Fehler gemacht habe, und dass ich lernfähig bin.

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WENN DU AN DIE ZUKUNFT DEINER KINDER DENKST: WAS WÜNSCHST DU DIR FÜR IHREN LEBENSWEG?

Ich wünsche mir, dass meine Kinder stark und selbstbestimmt durchs Leben gehen. In Frieden, in Liebe und mit Gesundheit leben können. Dass sie zurückblicken auf eine geborgene Kindheit in der Mitte ihrer Familie.

Ich hoffe, dass sie wissen, dass ich zu jedem Zeitpunkt mein Bestes gegeben habe und sie jederzeit bei mir angenommen werden, wie sie sind oder sein möchten. — Auch mit dem Wissen, dass sie alles schaffen können, was sie sich vornehmen und ich das Vertrauen in sie habe, dass sie das können. Dass es gut geht. Und selbst, wenn sie scheitern, dass es in Ordnung ist, zurückzublicken und es nochmal zu versuchen.

Meine Bilder berühren dich, wir sprechen dieselbe Sprache und Du hast auch Lust auf eine Session mit mir? Dann melde dich gern über mein Kontaktformular oder direkt via Mail an hallo@allesbeginntmitdir.de sowie telefonisch oder per WhatsApp oder Telegram unter 0151 65105246. Ich freue mich auf dich.

 
Foto-SessionKarolin Rögner