{MAMA-LEBEN} ― Vergleichst Du dich mit anderen? Vier Impulse, um endlich damit aufzuhören

 

Dich mit anderen Menschen, insbesondere anderen Frauen, zu vergleichen, ist per se nicht verkehrt. Denn über Vergleiche mit anderen erfährst Du viel über dich selbst, entdeckst Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ordnest dich zu oder grenzt dich ab, nimmst Vielfalt wahr. — Der eine hat blaue Augen, der andere hat grüne Augen; der eine hat braune Haare, der andere hat blonde Haare; der eine spricht Französisch, der andere Spanisch. So ist das.

Vergleiche erhalten erst dadurch einen negativen Beigeschmack, wenn Du beginnst, das Ergebnis deines Vergleichs zu beurteilen und daraus Konsequenzen für dich abzuleiten. — Nehmen wir an, Du begegnest im Freibad einer Mutter, mit einer sehr sportlich-athletischen Figur. Ganz objektiv ließe sich z.B. euer Gewicht gegenüberstellen. Du wiegst so viel, die Frau wiegt so viel. Doch nun kommen noch subjektiv deine Bewertungen ins Spiel: „Die Frau ist viel schlanker als ich und sieht viel besser aus. Ich fühle mich richtig schlecht und weniger wert, wenn ich mich neben ihr sehe. Ich muss auch endlich abnehmen, damit ich glücklicher bin.“

„Nichts ist besser oder schlechter,
nur anders.“

— Oliver Buss

Bei einem Vergleich zu unterliegen, tut weh. Du wertest dich selbst ab, verlierst Mut und Selbstvertrauen; Neid, Unsicherheit und Schuldgefühle bilden sich in dir, Du bist unzufrieden und kannst deine persönlichen Erfolg nicht mehr genießen. Denn schließlich gibt es ja immer einen größeren Fisch im Teich. — Bei einem Vergleich besser abzuschneiden, ist allerdings auch fragwürdig. Woher willst Du wissen, ob der andere nicht aufgehört hat, sich in dem bestimmten Bereich weiterzuentwickeln? Dann würdest Du deine vermeintliche Überlegenheit auf dem „Misserfolg“ des anderen aufbauen, was auch nicht wirklich hilfreich ist.

Was Du über andere denkst, sagt letztlich mehr über dich aus als über die anderen. — Egal, wie Du es also drehst und wendest, Vergleiche mit anderen bringen dich nicht weiter. Deswegen: Hör’ einfach auf damit.

Du kennst nur einen Teil des Ganzen

Gerade in den sozialen Medien findest Du tausende Menschen, die (scheinbar) im Außen alles haben. Sie sehen wunderschön aus, wohnen in tollen Häusern zusammen mit ihren glücklichen Kindern mit dem Zahnpasta-Lächeln, sie sind erfolgreich, haben viel Geld und tausende Follower. — Aber Du kennst nicht alle Puzzle-Teile.

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Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, dass Menschen, die z.B. attraktiv und vermögend sind IMMER auch glücklich sind. Du siehst nur einen Ausschnitt und ganz oft trügt der Schein. Du weißt nicht, mit welchen Dämonen diese Menschen kämpfen, ob sie sich vielleicht abends in den Schlaf weinen. — Es gibt nicht DAS perfekte Leben, indem ALLES IMMER läuft. „Unter jedem Dach ein ,Ach!’.‟, sagt meine Mama gern.

Jeder hat mal klein angefangen

Um bei dem Beispiel mit der schlanken Frau im Freibad zu bleiben: Du siehst den aktuellen Zustand; du siehst nicht den Weg, der hinter dieser Frau liegt. Vergleichen ist eh schon unsinnig, aber noch unsinniger wird es, wenn Du dich mit Menschen vergleichst, die auf einer ganz anderen „Entwicklungsstufe‟ stehen. Erfolg — ganz egal in welchem Bereich des Lebens — fällt nicht vom Himmel; er braucht Zeit. Übung macht den Meister. Der einzige Mensch, mit dem Du dich vergleichen kannst, bist Du selbst. Du und dein Ich von gestern und dein Ich von morgen.

Sei dankbar für das, was Du hast

Wenn Du dich mit anderen vergleichst, handelst Du aus einem Denken des Mangels heraus. Du glaubst, dass dir etwas fehlt, dass es nicht genug gibt; dass Du nicht genug bist. Dabei ist alles bereits da und Du trägst alles in dir. — Verändere deine Sichtweise. Richte deinen Blick auf Fülle und Möglichkeiten. Frage dich, wenn Du ganz akut in der Vergleichsfalle steckst, aber am besten täglich: Warum bist Du wertvoll? Was ist an deinem Leben schön? Wofür bist Du dankbar? Wer dankbar ist, kann nicht gleichzeitig neidisch sein.

Was will dein Herz dir sagen?

„Vergleichen hat ganz viel mit dir selbst zu tun und damit, dass Du etwas in anderen bewunderst, was Du selbst im Moment nicht auslebst. Was aber schon in dir ist, sonst würde es dir bei anderen nicht auffallen.“, schreibt Stefanie Adam in diesem Beitrag auf ihrem Blog FEINE SEELE. Und genauso sehe ich das auch. — Immer dann, wenn ich in die Vergleichsfalle tappe, weiß ich, dass es in meinem Leben eine größere Baustelle gibt. Etwas, mit dem ich unzufrieden bin, vor dem ich vielleicht auch Angst habe. Eine ganz Weile habe ich dieses ungute Gefühl einfach weggeschoben und mich abgelenkt, aber irgendwie wurde es dadurch nicht besser, sondern nur schlimmer.

Denn das Problem ist: Wenn Du deine negativen Gefühle betäubst, dann betäubst Du auch deine positiven. Du kannst nicht vor dir selbst wegrennen, denn Du holst dich sowieso immer wieder ein. Sei also mutig, hör’ in dich hinein und lass’ all deine Gefühle zu. — Nimm’ dir Zettel und Stift, schreib’ deine Gedanken auf und frage dich: Warum vergleichst Du dich gerade mit diesem Menschen? Warum gerade in diesem Punkt und warum gerade jetzt? Welcher Mensch möchtest Du sein, in welche Richtung möchtest Du dich bewegen und was hindert dich daran.

Welche Inspiration kannst Du also aus dem Vergleich ziehen? Welche Erkenntnis kannst Du für dich gewinnen? Was kannst Du von diesem Menschen lernen? — Bist Du z.B. immer wieder neidisch auf eine Bekannte, die in der Stadt lebt und nicht wie Du auf dem Dorf? Würdest Du auch lieber in der Stadt wohnen, sehnst Du dich vielleicht einfach nach mehr Action, Trubel und Abenteuer in deinem Leben? Wünschst Du dir mehr zwischenmenschlichen Kontakt oder hättest Du gern kurze Wege und würdest gern auf dein Auto verzichten?

Es gibt keine falsche Gefühle. Verurteile dich nicht. Alles darf sein und ist genau richtig. — Sei dir deiner Verantwortung bewusst: Nur Du allein kannst dein Leben ändern. Deine Energie wird immer dorthin fließen, wo Du deinen Fokus setzt. Möchtest Du deine Kraft wirklich dafür „verschwenden‟, dich mit anderen zu vergleichen und dich damit immer unglücklicher zu machen. Oder möchtest Du deine Kraft nicht lieber dafür nutzen, heute die ersten Schritte zu machen, um deine Ziele zu erreichen? Es liegt in deiner Hand.

 

Habe ich dich neugierig gemacht, hast Du Fragen oder Anregungen? Sagt dir dein Bauch, dass ich genau die richtige Fotografin für dich sein könnte oder einfach genau die Mama, mit der Du mal einen Kaffee trinken möchtest? Dann freue ich mich riesig auf deine Nachricht über das Kontaktformular, per Mail an hallo@allesbeginntmitdir.de sowie via WhatsApp und Telegram oder ― ganz altmodisch ― übers Telefon unter 0151 65105246.

 
Mama-LebenKarolin Rögner