{INTERVIEW} Vier Fragen an Franzi von @franzisaidwhat

 

Ich glaube ja nicht an Zufälle. Manchmal denke ich, dass nicht ich bestimmte Dinge finde, sondern das die Dinge mich finden und zwar genau dann, wenn ich sie brauche. So war es auch, als ich über den Instagram-Feed @FRANZISAIDWHAT der lockenköpfigen Thüringerin Franzi stolperte. Dort — und auch auf ihrem gleichnamigen Blog — berichtet sie von ihrem Alltag als Mama zweier Kinder sowie von bedürfnisorientierter, entspannter Elternschaft mit Humor, Kaffee und Waffeln.

Als ich mich also an besagtem Tage durch Franzis Account und Website klickte und ihre Texte förmlich aufsaugte, blieb ich vor allem bei diesem Artikel hängen, dessen Zeilen ich lange im Kopf behielt: „Du bist nicht: Die Seufzer, das Schimpfen. Die rollenden Augen. Die Nächte. Die Zähne. Der Schub. Bist nicht das ,Nein!’ zum dritten Eis, nicht das ,Ich zähl’ jetzt bis Drei.’ Du bist der Pfannkuchen-Sonntag. Das Zudecken. Der Kopf-Streichler, Haare-Zerzauser, Kissen-Aufschüttler. Die Badetage, der Pflaster-Aufkleber und Zuhörer. Du bist die Küsse. (…) Und Bauchweh vor Lachen. Du bist nicht die schlechten Tage. Nicht die wachen Nächte. Du bist viel mehr. Du bist Mutter. Du bist genug. Du bist richtig. Du bist gut.”

Genau diese Worte waren Balsam für meine (Mama-)Seele. Und ich bin so dankbar, dass es da draußen andere Mütter so wie Franzi gibt, die mich genau daran immer wieder erinnern. — Ja, es gibt all diese doofen Tage, an denen nichts so läuft, wie es soll. Aber es sind nicht die schlechten Tage, die definieren, wer ich als Mensch und als Mutter bin, sondern es ist die Art, wie ich mit den schlechten Tage umgehe. Die Kunst, bei Gewitter den Regenbogen zu sehen und im Regen zu tanzen, anstatt auf Sonnenschein zu warten.

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Liebe Franzi, wie würdest Du dich als Mutter beschreiben? Was sind deine Stärken, deine „Mama-Superkräfte“?

Ich würde mich als ziemlich locker und je nach Situation auch als ehrlich und klar beschreiben. Vielleicht bin ich oft auch ein bisschen chaotisch und vergesse etwas. Aber bisher habe ich alles irgendwie geschafft und überlebt.

Ich denke, dass jede Mama irgendetwas richtig gut kann. Und an jeder meiner Freundinnen, die Mutter ist, bewundere ich etwas ganz besonders. Die eine schmeißt den Haushalt mit links, die andere kann toll kochen. — Meine große Stärke ist mein langer Geduldsfaden. Ich kann sehr lange sehr ruhig bleiben. Ich bin unglaublich gern mit den Kindern kreativ und bastle viel.

Der Alltag mit Kindern ist oft sehr herausfordernd. Ein Spannungsfeld zwischen vielen verschiedenen Erwartungen und dann noch dem Druck, den sich viele Mütter selbst machen. ― Wie schaffst Du es, gut für dich zu sorgen und dir als Mensch, Frau und Mama treu zu bleiben?

Meiner Meinung nach beginnt alles damit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und mit sich im Reinen zu sein. Dann kann ich nämlich all dem Druck und all den Erwartungen mit einem Lächeln begegnen und sagen: „Aha. Du machst das so. Und ich mache trotzdem mein Ding.“ Am Ende des Tages möchte nämlich ICH mich im Spiegel anschauen können mit dem Wissen: „Franzi, so wie Du bist, bist Du genau richtig.“

Mein Mann und ich reden viel miteinander und wir versuchen, uns mit den Kindern ehrlich und fair abzuwechseln, so dass jeder auch Freiräume für sich hat. So habe ich auch die Gelegenheit, (berufliche) Termine allein wahrzunehmen oder mich mit einer Freundin zu treffen.

Ein Satz, den meiner Meinung nach viel zu wenige Mütter aussprechen, ist: „Bitte, hilf mir!“ — Ich sehe oft Großeltern, die sich gern mehr um ihre Enkelkinder kümmern wollen, aber nicht dürfen, weil sie mit den Kindern nicht exakt so umgehen, wie die Mama es für richtig erachtet. Und ich sehe Mütter, die einfach mal „den Kanal voll haben“, sich aber nicht trauen, Unterstützung einzufordern, weil sie ja gerade mit den Kinder „dran“ sind. Auch hier denke ich, wer mit sich im Reinen ist, kann leichter um Hilfe bitten, ohne Angst zu haben, als unfähig oder überfordert hingestellt zu werden.

Wie wünscht Du dir, wie deine Kinder dich in Erinnerung behalten?

Ich wünsche mir, dass meine Kinder mich als liebevolle und authentische Mutter in Erinnerung behalten. Ich möchte sie so begleiten, dass sie andere Menschen aufrichtig lieben können, so wie ich sie liebe. — Und sie sollen auch an all das Chaotische zurück denken können. Daran, dass sie im Kindergarten nur einen Hausschuh hatten und ich mal wieder den Beutel mit den Wechselsachen vergessen habe. genau das macht mich echt. Jeder hat seine Ecken und Kanten; niemand ist perfekt.

Was sollten andere Mamas und Papas wissen, bevor sie ein Shooting mit mir buchen?

Die Eltern sollten unbedingt Vertrauen in dich haben. Dass du unglaublich viel aus der gemeinsamen Zeit heraus holst. — Als wir uns getroffen haben, hatten meine Kinder nicht unbedingt die größte Lust, sich fotografieren zu lassen. Im Nachhinein hatte ich echt die Befürchtung, ob da überhaupt ein paar schöne Bilder rausgekommen sind. Und ich bin so happy mit dem Ergebnis.

Und sie sollten deine Tipps und Ideen annehmen. Es waren manchmal nur ganz kleine Hinweise, Nuancen, die am Ende aber ganz viel ausgemacht haben. — Und sie sollten sich einfach auf dich freuen, so wie ich mich auch gefreut habe. Und wie ich auch jetzt noch ganz glücklich bin und allen von dir vorschwärme. Du machst das toll.

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